Die Gedanken eines Gepardenkinds zu unserer Zeit….

Dieser kleine Gepard macht sich Gedanken über die aktuelle Zeit. Fasziniert beobachtet er die Entwicklung der aktuellen Statistiken auf der Welt. Erschreckt stellt er fest, dass die Weltbevölkerung  vom 01.01.2020 bis heute (27.03.2020, 14 Uhr) netto um 19.287.114 Menschen angestiegen ist. Die Todesrate ist leicht gesunken, so dass die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen sogar steigt (Quelle: www.worldometers.info):

Kleiner Gepard: „Mami, warum sind die Menschen so panisch wegen diesem  Corona?“

Mama Gepard: „Ach der Mensch ist ein Herdentier. Das ist wie bei den Gnus. Das erste Gnu springt ins Wasser und alle springen hinterher. Viele trampeln sich gegenseitig tot oder werden von Krokodilen geholt. Am Ende sind sie ihrer Fantasie erlegen, dass der Tod auf ihrer Seite des Flusses lauerte. Hätten sie nachgedacht und wären auf ihrer Seite des Flusses geblieben, dann wäre nur gelegentlich ein Gnus vom Löwen geholt worden. Panik ist aber manchmal auch gut. Panik tötet viele Individuen und hält den Bestand in Grenzen „

Kleiner Gepard: „Und deshalb sperren sich die Menschen jetzt alle ein?“

Mama Gepard: „Klar, weil sie Angst haben und panisch werden.“

Kleiner Gepard: „Aber das ist doch widersinnig.“

Mama Gepard zuckt mit den Schultern.

Kleiner Gepard: “ Warum genießen die Menschen nicht die wärmende Sonne?“

Mama Gepard: „Vielleicht haben Angst vor dem UV Licht.“

Kleiner Gepard: „Und warum spielen sie nicht so wie wir und sind lustig.“

Mama Gepard: „Sie haben Angst sich zu verletzen.“

Kleiner Gepard: „Und warum kaufen sie so viel Klopapier.“

Mama Gepard: „Ich weiß nicht. Vielleicht damit sie darauf weich schlafen können.“

Kleiner Gepard: „Aber haben Menschen kein Gehirn zum Denken?“

Mama Gepard: „Doch einige schon. Andere hatten mal sehr viel Gehirn, aber dann kamen sie auf die Idee, es in einem kleinen Gerät auszulagern. Man nennt es -glaube ich- Mobiltelefon. Der Mensch hat künstliche Intelligenz entwickelt, die er dann in dem Gerät mit sich mittragen kann. So kann er jederzeit seine Intelligenz ablegen. Manchmal ist es wohl gut, wenn man ohne Verstand ist.“

Kleiner Gepard: „Aber was machen jetzt diese Menschen mit ihrem Kopf. Der ist doch nun leer.“

Mama Gepard: „Nein. Irgendwo müssen sie doch ihre Angst lagern. Ihr Kopf ist sogar sehr voll davon.“

Kleiner Gepard: „Oh, Mami, das ist ja schrecklich. Wenn ich einmal sterbe, komme ich dann im nächsten Leben als Mensch auf die Welt?“

Mama Gepard: „Ach, mein Kind. Kein Problem. Man steigt in der Hierarchie nach oben. Die Vorstufe des Menschen ist -so weit ich mich erinnern kann- die Eintagsfliege und das Gnu. Also, hab keine Angst. Die Phase des Menschen hast du schon hinter dir.“

Das Gepardenkind schläft ein und hat Albträume. Ihm wird plötzlich bewusst, dass  während des Gesprächs mit Mami sich die menschliche Weltbevölkerung um netto 67 Individuen vergrößert hat. Er träumt davon, wie Menschen seinen Lebensraum zerstören, wie er verhungert und als Adler wieder auf die Welt kommt……

„Wenigstens das“, seufzt der kleine Gepard, als sich seine Mami an ihn kuschelt und der Löwe in weiter Ferne ruft.

„Hab keine Angst“, flüstert Mama Gepard ihrem Kleinen ins Ohr….

Jahresrückblick – letzter Teil 2019 / End-of-the-Year-Review – last part 2019

Das letzte Quartal 2019 war vor allem von der Vorbereitung einer weiteren Filmproduction in Maleikas Zuhause und Vorbereitung des Jahres 2020 geprägt.

Im November fand unser 31.Afrikawochenende im Nordschwarzwald statt (hier mehr Infos zum nächsten im März 2020). Besonders spannend waren dann die Filmarbeiten in Kenia. Nach langer Trockenheit fiel mir der Himmel regelrecht auf dem Kopf. Teilweise war die Steppe überschwemmt und nicht passierbar. Um so schöner waren die hart erkämpften Geschichten, die sich alle in der neuen Kinogeschichte wiederfinden werden. Hier einige Bilder als Vorgeschmack….

Wer will bei der nächsten Filmproduktion in Maleikas Zuhause als Gast dabei sein. Es gibt eine spannende Fotoreise, die ich selbst führe. Hier die Infos.

The last quarter of the year was coined by another film-production in Maleika’s home and thorough preparations of the coming year. In November we had our 31. Africa-Weekend in the Black Forest. Utmost exciting was my film-work in Kenya. After a long stretch of very dry weather suddenly the sky literally fell on my head. Partly the plains were flooded and we couldn’t pass at all. Maybe because of this the stories I filmed became outstanding and will all reflect in the new cinema movie we now work on.

Here just some impressions as an appetizer….

Bis April 2019 / Until April 2019

Im März ging eine lange Produktion in die nördliche Kalahari zu Ende. Während fast 6 Wochen hatte es nur zwei Mal geregnet. Es war klar, dass uns ein sehr trockenes Jahr bevorsteht. Ich konnte im März ungewöhnlich aktive Wanderbewegungen von Elefantenherden beobachten. Elefanten spüren bevorstehende Katastrophen besonders gut.

Ende März und die Zeit bis Mitte April standen ganz im Zeichen der Vorbereitung einer über 2-monatigen Filmexpedition ins Okavango Delta. Bis kurz vor Start der Exkursion war noch nicht klar, ob ich die Reise antreten kann, da ich mir dummerweise eine doofe Erfrierung am Bein zugezogen hatte und alles auf war. Aber mit Zähne zusammenbeißen hat es dann doch geklappt und es wurde eine intensive Expedition mit zahlreichen Geschichten.

Lust mal mit nach Afrika zu kommen. Hier der Link.

In March I concluded a long production in the Northern part of the Kalahari. In 6 weeks we just had 2 times rain.It was quit obvious that we would face a very dry year. I observed unusal movement of big elephant herds in March. Elephants can feel disaster long before they happen.

End of March and until mid of April was coined by intensive preparation of a more than 2 month long film-excusion into the Okavango Delta. Until shortly before the start it was not certain, if I would be able to embark on this trip, as I suffered enormous frost-bites at my leg. But finally I had overcome the pain and made it. The excusion gave me some incredible stories and time.

Geparden sind Persönlichkeiten / Cheetahs are Individuals

Über 26 Jahre habe ich nun eine Vielzahl von Geparden kennen gelernt. Jede Katze war und ist anders. Magic hat jedenfalls sehr gute Chancen, ihre 7 Babys durch zu bringen. Noch nie habe ich eine so diplomatisch vorsichtige Gepardenmutter erlebt – nicht gut für eine Geschichte, aber gut für ihre Kleinen.

Mehr über 26 Jahre Afrika beim Afrikawochenende live mit Matto Barfuss (hier klicken).

In 26 years in African bush I bumped into a lot of cheetahs. Each was different, each was an individual. Magic has good prospects to raise all her 7 babies. Never ever I experienced such a diplomatic and restraint cheetah mother – not good for telling her story, but good for her small ones.

Verantwortung / Responsiblity

Von einer Gepardenmutter kann man viel über Verantwortung und Sorgfalt lernen. Sie kann und darf sich keinen Fehler erlauben. Während meiner Produktion ist es zwei Mal passiert, dass die Gepardenkinder fast von Löwen getötet wurden. Nur der schnellen und guten Entscheidung der Gepardin ist es zu verdanken, dass am Ende alles gut ging. Auch muss die Geparden ihre Kleinen ständig trocknen, denn nun ist es kalt und ständig nass. So können die Babys schnell krank werden.

Hier gibt es wunderschöne Weihnachtsgeschenke.

One can learn a lot about solicitude and responsibility from a cheetah mother. She mustn’t allow herself any mistake. During my production it happened twice that the kids were almost killed by lions. Owed to the swift and good decision of the mother this could always be prevented. And the cheetah mother must keep her babies dry, as it is now very cold and constantly wet. So, the cubs can be easily catch diseases.

Regenwetter / Rainy Weather

Meine derzeitige Produktion wird vom Regen geprägt. Die Masai Mara ist unglaublich grün, aber auch unglaublich schwer zu fahren. Überall ist Schlamm und wir bleiben immer wieder mal fast stecken. Und die Gepardenfamilie findet das Wetter natürlich blöd.

Hier gibt es tolle Weihnachtsgeschenke.

My current production is coined by heavy rain. The Masai Mara is incredible green, but difficult to drive . Everywhere is a lot of mud and several times we got almost stuck. And the cheetah family is pissed of the weather…

Warten auf Mittagessen / Waiting for Lunch

Magic ist ganz schön gefordert. 7 Babys zu ernähren ist eine große Herausforderung. Doch die Gepardin macht alles mit ihrer Erfahrung wett. Sie jagt am liebsten Impalas zwischen den Büschen. Und dann essen ihr die kleinen Rabauken fast alles weg. 

Hier gibt es tolle Weihnachtsgeschenke. 

Magic is permanently challenged. To feed 7 babies is a drag. But the cheetah manages to get through because of her enormous experience. She prefers to hunt impalas between bushes. Finally the small rascals eat most of the food.  

Großartiger Gepardenabend / Great Cheetah Evening

Was für unglaublich schöner Abend! Nachdem Magic am Nachmittag eine Gazelle erlegte, hat es erst einmal heftig geregnet. Um so überraschender war dann der Tagesausklang.

Mehr über meine Arbeit beim nächsten Afrikawochenende live. Hier buchen.

What an incredible evening! After Magic had hunted down a gazelle, heavy rain set in. So, we were so surprised to become rewarded with such a beautiful conclusion of this production day.

Magic / Magic

Magic ist eine völlig andere Gepardin als Maleika. Sie ist völlig auf Sicherheit bedacht und meidet das Risiko so gut es geht. Lieber jagt sie kleine Beutetiere, was bei insgesamt 7 Gepardenbabys mit riesigem Hunger, natürlich ein bisschen wenig ist.

Hier gibt es tolle Weihnachtsgeschenke.

Magic is a totally different cheetah as Maleika was.She prefers always to avoid any risk. Rather she hunts small prey. But to feed by this 7 hungry cubs is ambitious…